Eindrücke von der wissenschaftlichen FA-Tagung in Straßburg

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Von Kresimir Babic
Vorstandsmitglied der BabelFAmily

Übersetzung: Tatjana Heckmann

Zagreb, 12. Mai 2011 - Ich weiß, dass die meisten von euch auf einen Bericht über die 4. Internationale wissenschaftliche Friedreich-Ataxie-Konferenz warten. Hier ist er nun, allerdings nur aus der Sicht eines Laien.

Die Tagung fand in Frankreich, in der wunderschönen elsässischen Landeshauptstadt Straßburg statt. Kein Wunder, dass diese Stadt auch der Sitz des Europarates und des Europäischen Parlaments ist. Es ist eine sehr moderne und gut organisierte Stadt mit einem effizientem öffentlichen Nahverkehr und einer Bevölkerung von ca. 300.000 Einwohnern. Straßburg ist reich an Geschichte, großartiger Architektur und einem hochmodernen Innovationspark, wo auch der Gastgeber der Konferenz, das Institut für Genetik und Molekular- und Zellbiologie (IGBMC), angesiedelt ist.
IGBMCIGBMC

 Mehr als 200 Personen haben an dieser tadellos organisierten Konferenz teilgenommen. Unsere Gastgeberin, Dr. Hélène Puccio, hat gemeinsam mit Partnern und Leuten vom FARA-Organisationskomitee hervorragende Arbeit geleistet. Schon ab der Registrierung war alles pünktlich und laut Zeitplan, was umso wichtiger war, als dass jeder Redner einen festgelegten Zeitraum von 10 bis 20 Minuten für Vortrag und anschließende Fragerunde zur Verfügung hatte. Bei einem derart vollgepackten Programm waren Disziplin und Timing ein absolutes Muss.

Zu Beginn der Konferenz gab es eine Videoansprache von Kyle Bryant , der die Wissenschaftler willkommen hieß, sie dazu aufforderte, die gemeinsame Zeit bestmöglich zu nutzen und ihnen versicherte, dass sie eine starke FA-Gemeinschaft hinter sich hätten. Kyles Begrüßungsrede hinterließ bei allen Anwesenden einen starken und positiven Eindruck.

Ein paar Dinge waren besonders erwähnenswert:
• Zuallererst, dass das Auditorium bei jedem Vortrag vollbesetzt war; den ganzen Tag, jeden Tag. Es gab außerdem einen zusätzlichen Raum mit Audio- und Videoausstattung, in den die Konferenz übertragen wurde und auch dieser Raum war immer voll mit Zuschauern. Ganz egal, ob eine Veranstaltung zum Thema Funktion des Frataxin, klinische Befunde, Medikamentenforschung oder Biomarkern stattfand: Es waren Wissenschaftler ALLER Fachrichtungen anwesend.

• Die Diskussionen nach jeder Präsentation waren äußerst lebhaft, voller interessanter Fragen und aufgrund des Zeitplans immer zu kurz. Nichtsdestotrotz wurden die Diskussionen in den anschließenden Pausen und Poster-Sessions fortgeführt. Nach all den Vorträgen am Freitag zum Beispiel, immerhin 26 zwischen 8:30 und 18:00 Uhr, war der Posterpräsentationsraum immer noch voll mit Wissenschaftlern, die weiter diskutierten. Unglaublich!

• So viele junge Wissenschaftler... Wirklich kluge Leute, die gleichberechtigt an Vorträgen und Diskussionen mit älteren Kollegen teilnahmen. Mit diesen Wissenschaftlern haben wir blendende Aussichten für die Zukunft der FA-Forschung und sie haben bereits viele neue Ideen vorgestellt, wie wir unser endgültiges Ziel erreichen können.

Wurde eine Heilung für FA vorgestellt? Nein, aber alle Teilnehmer waren sich darin einig, dass neue Informationen ausgetauscht wurden, die einen großen Schritt hin zu diesem Ziel bedeuten. Nur durch die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und dem Gedankenaustausch untereinander können wir weiter vorankommen. Diese beiden Leitsätze, die von allen an der FA-Forschung beteiligten Wissenschaftlern und Patientenorganisationen geteilt werden, haben uns zu beachtlichem Fortschritt verholfen und werden uns schneller an unser Ziel bringen.

Das ist es, was unsere FA-Familie so besonders macht: Der Fokus liegt ausschließlich auf unserem Ziel - Behandlungen und Heilung.

Ich hoffe, dass die 5. Konferenz sich weiteren Themen widmen wird: Wie jeder einzelne FA-Patient auf der Welt geheilt werden kann und wie man das zusammengetragene Wissen aus der FA-Forschung auf andere Erkrankungen übertragen kann.

 

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